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Egetmannumzug

Dienstag, 16.02.2021 (Tramin)

In Tramin hat sich einer der merkwürdigsten und zugleich ältesten Fasnachtsbräuche Tirols erhalten:
Der Egetmannumzug, der jeweils am Faschingsdienstag in ungeraden Jahren stattfindet und immer wieder Tausende von Zuschauern aus nah und fern anlockt.

Hauptfigur dieses großen Umzuges ist der Egetmann, der dem lustigen Treiben seinen Namen gibt. Mit Getös eröffnen Trompeter und Schnöller den Umzug, nach ihnen kommen die Wegmacher, welche die Straße sauber auskehren, und die Bauernschaft mit Rechen, Sense, Pflug und einem Karren mit Saatgut. 
Daran schließt sich die Hauptfigur an, der Egetmannhansl, eine mit schwarzem Rock, Zylinderhut und weißen Handschuhen bekleidete Puppe auf einer pferdebespannten Kutsche. Die Braut sitzt dabei neben dem Kutscher am Bock.

Da von alters her nie Frauen mittun dürfen, werden alle Figuren durch Männer dargestellt, so auch die Braut, die während des Umzuges keinen Wein, dafür aber jede Menge Schnaps trinken darf.

In der zweiten Kutsche sitzen in feierlichem Ernst die Ratsherrn mit einem Protokollführer.
An jedem Brunnen wird angehalten und eine Hochzeit verkündet. Es sind skurrile Spottverse, die von den Ratsherrn und dem Volk nach jedem "Gsatzl" mit einem kräftigen "Ho"! bestätigt werden.

Der Umzug entfaltet sich weiter in einer bunten Prozession; da kommen die Bäcker, die Schmiede die Schuster und natürlich die berühmte Altweibermühle, die den Abschluss des traditionellen Teiles bildet. Unter großem Hallo werden die "alten Weiber" eingefangen und in den Mühlschlund geworfen; nach vollendeter Verjüngungskur entsteigt ein fesches junges Mädchen der Mühle.

Während des ganzen Umzuges treiben die Schnoppviecher ihr Unwesen, auf deren enorm langen Hälsen drachenähnliche Köpfe sitzen und die dauernd ihre Rachen auf – und zuschnappen lassen.

Auch die aktuellen Ereignisse kommen beim Traminer Egetmannumzug nicht zu kurz.
Auf den historischen Teil folgen mehr oder weniger zahlreiche Wagen und Gruppen, die lokale und weltpolitische Ereignisse aufs Korn nehmen.