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Messner Mountain Museum Firmian
Messner Mountain Museum Firmian

Ausflugsziel

MMM Firmian

Messner Mountain Museum Firmian

Mensch und Berg, Berg und Mensch – diese recht junge Beziehung thematisiert der Hauptsitz der Messner Mountain Museen in der Nähe von Bozen.

Das MMM Firmian befindet sich auf Schloss Sigmundskron, einer der ältesten Burganlagen Südtirols. Im 10. Jahrhundert wird sie erstmals geschichtlich unter dem Namen „Formicaria“ erwähnt, lateinisch für „Ameisenhaufen“. Die Bezeichnung entstand aufgrund der Form der Burg. Das MMM Firmian stellt nicht nur die Geschichte des Alpinismus dar, sondern ein Stück weit auch die der Südtiroler Autonomie: Im Jahre 1957 protestierten hier über 30.000 Südtiroler gegen die Nichteinhaltung des Pariser Vertrags und für die Eigenständigkeit Südtirols.

Faszination Berg

Alpinismus, wie wir ihn kennen, gibt es erst seit circa 250 Jahren. Vorher galt der Berg lange als unfreundliches Gelände – und wurde weitestgehend gemieden. Das hat sich grundlegend geändert: Die Berührungspunkte mit dem Berg reichen von Bewahrung der Natur über Bergbezwingen und -erklimmen, von Kult um den Bergsport und Massentourismus bis hin zur Erforschung des alpinen Raums. Hinter dem klassischen Bergsteigen stand lange eine religiöse Erhöhung – wo das Gipfelkreuz ist, da ist auch Gott.

Messner Mountain Museum Firmian

Mauern voller Geschichte(n)

Die Festungsanlage Firmian thront etwa 80 Meter über dem Zusammenfluss von Etsch und Eisack. Das Burggelände selbst zeichnet sich, ganz wie ein Ameisenhaufen, durch große Höhenunterschiede aus. Es ist durchzogen von Felsen, viel Grün, Türmen und Treppen. Wie aber kam es zu den heutigen Namen „Firmian“ und „Sigmundskron“? Nachdem die Burg Formigar 1027 von Kaiser Konrad II. an den Bischof von Trient Udalrich II. übergeben worden war, kümmerten sich im 12. Jahrhundert Ministralen darum. Sie nannten sich selbst „von Firmian“ – der Name übertrug sich auf die Anlage. Drei Jahrhunderte später kaufte sie Herzog Sigmund der Münzreiche, der Landesfürst von Tirol, ließ sie ausbauen und verlieh ihr den Namen Schloss Sigmundskron. Interessant ist, dass von der ursprünglichen Burg nur noch Ruinen übrig sind. Diese befinden sich auf dem höchsten Punkt des Festungsgeländes. Über die Jahre wechselte die Burg noch einige Male ihren Besitzer. Seit 1996 gehört sie der Provinz Bozen. Bis heute hat Schloss Sigmundskron verschiedene Umbauten miterlebt – und nun auch eine Sanierung, die die Besichtigung der Ruine möglich macht. Dabei wurden vom Südtiroler Architekten Werner Tscholl alle Vorkehrungen getroffen, damit das Historische bestmöglich erhalten bleibt: von außen sind kaum Veränderungen sichtbar.

Alle Wege führen nach Firmian

Im MMM Firmian finden regelmäßig Ausstellungen und Veranstaltungen statt. Bei manchen davon ist Reinhold Messner sogar persönlich vor Ort. 
Achtung: für dieses Museum müssen Sie gut zu Fuß sein! Der Burginnenhof erfordert festes Schuhwerk. Erreichbar ist das MMM Firmian über einen Wanderweg vom Dorf Sigmundskron. Zum Ausgangspunkt gibt es viele Zug- und Busverbindungen. Außerdem ist die Burg auch mit dem Fahrrad erreichbar.

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Andreas Raifer  | Eppan an der Weinstraße  (Bozen und Umgebung)
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Entfernung 2,3 km
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Fewo ab 100€ pro Nacht
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MMM Firmian

Weitere Informationen

TV Eppan
Kontaktdaten
Messner Mountain Museum Firmian
Sigmundskroner Str. 53
39100 Bozen
Heute geöffnet
Beste Jahreszeit
10:00 - 18:00
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Südlich von Bozen, auf Porphyrfelsen, befindet sich eine ausgedehnte Burganlage, übrigens eine der ältesten in Südtirol. Aufgrund ihrer beeindruckenden Lage, ist sie - wie es ihrer Schönheit gebührt - auch weithin sichtbar. Geschichte: Schloss Sigmundskron wurde in den ersten geschichtlichen Erwähnungen um 945 "Formicaria" genannt. Im Jahre 1027 schenkte der deutsche Kaiser das Herzogtum von Trient sowie die Grafschaft Bozen dem Bischof von Trient. Auf diese Weise ging das Gebäude in dessen Besitz über und wurde fortan als Sitz der für dieses Territorium zuständigen Amtsmänner und ausserdem noch für hohe Gerichtsversammlungen genutzt. Eine Erweiterung der Burg im 12. und 13. Jhd. wurde deshalb notwendig. Sehr angenehm für die Herrscher der Gegend war die Kontrolle der Schifffahrt auf Eisack und Etsch. Die einzige Zufahrt von Bozen nach Eppan konnte bis zur Erbauung der ersten Brücke um 1200 mühelos gesperrt werden. Um 1473 ging die Burg in den Besitz von Sigmund den Münzreichen, Landesfürsten von Tirol, über. Der Liebhaber schöner Burgen liess die Anlage sofort ausbauen. Als seinen prächtigsten Bau nannte der Herzog dieses "Schloss Sigmundskron". Doch bald darauf gerät Sigmund in finanzielle Schwierigkeiten. Er muss sein Werk verpfänden, das Schloss verfällt langsam, da es auch nicht mehr ständig bewohnt wird. 1957: Das nächste wichtige Ereignis, das innerhalb dieser Wände stattfindet, ist die Volkskundgebung gegen "Verwelschungsbestrebungen" (Los von Trient), d.h. gegen die Nichteinhaltung des "Pariser Vertrages" um 1957. 1976 brachte eine Gastwirtsfamilie zum ersten Mal den Mut auf, die Burg teilweise zu renovieren, um natürlich auch zugleich den Gastbetrieb in dieser romantischen Umgebung zu eröffnen. 2006 Das „Messner Mountain Museum Firmian“ im Schloss Sigmundskron/Firmian wird eröffnet. Baustil: Das Schloss ist vorwiegend im hochmittelalterlichen Stil erbaut. Der schlanke Bergfried in der Unterburg weist spätgotische Umbauten auf. Aus dem 13. Jahrhundert ist der Wohnturm mit Rundbogentür sowie Rundbogenfenstern. An der bis zu 5 m dicken Ringmauer in der oberen Vorburg erkennt man zwei Geschütztürme, außerdem finden Sie unter anderem ein Wohn - und Wirtschaftsgebäude im Hof (der Ort des heutigen Restaurants). Besonderheiten: Ober - und Unterburg sind eindeutig getrennt durch eine Felsformation, eine natürliche Barriere, die man so nicht oft antrifft. Herzog Sigmund liess das Schloss durch Steinmetze ausschmücken, es sollte das schönste in seiner Sammlung werden. Die verschiedenen Grössen der Schiessscharten entsprechen ebenfalls nicht der Norm jener Zeit. Wandermöglichkeiten: Schloss Sigmundskron ist mit dem Auto erreichbar. Relativ einfache Wanderungen nach Girlan und zu den Montigglerseen durch Weinberge und Wald bieten sich hier geradezu an. Auch ein zweistündiger Spaziergang, entlang dem Wanderweg 1 ab Girlan, vorbei am bekannten Jesuheim in Richtung Sigmundskron, ist ein sicher empfehlenswertes Erlebnis. Gesamte Schlossanlage mit umliegendem Waldgebiet für Besucher nicht zugänglich, da zur Zeit geschlossen!