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Amort-Hof

Bäuerliches Handwerk in Altrei

Fam. Rita Amort
Guggal 26a
39040 Altrei
Altrei
Sortiment:
  • Hausschuhe („Patschen“)
  • Hüte
  • Handtaschen und Rucksäcke
  • Sitzunterlagen für unterwegs
  • Schmuck
  • Dekorationen
  • Sitzsteine gefüllt mit Zirbenspäne
  • Maßanfertigungen

Unser Produktschaufenster

Hofbeschreibung

Der Amort-Hof befindet sich in der 400-Einwohner-Gemeinde Altrei, der südlichsten deutschsprachigen Gemeinde an der Grenze zum Fleimstal. Das Bergdörfchen ist auf 1.200 m Seehöhe im Naturpark Trudner Horn gelegen und wird aufgrund seiner sonnigen Lage auch als „Balkon Südtirols“ bezeichnet. An die 30 Schafe und Lämmer leben auf dem Amort-Hof und liefern die Wolle, die die Bäuerin Rita Amort in wahre Kunstwerke aus Filz verwandelt. Zudem baut die Bauernfamilie „Altreier Kaffee“ an: Dahinter verbirgt sich die blaublühende behaarte Lupine, eine traditionsreiche Lokalsorte, aus deren Samen ein Kaffee-Ersatz hergestellt wird.

Handwerk

Vorsichtig zieht Rita Amort ein hauchdünnes Wollvlies hervor. Weich und warm fühlt es sich unter den Fingerspitzen an, ein besonderes haptisches Erlebnis. „Es ist Teil der Faszination, die das Filzen ausmacht“, erzählt die talentierte Bäuerin. Sie hat sich hier an der Hofstelle ihr eigenes, kleines Reich geschaffen: „Ritas Filzstübele“. Die hochwertige Wollverarbeitung, das Spiel mit Formen und Experimentieren mit Farben eröffnet unzählige Gestaltungsmöglichkeiten. Ob wärmende Hausschuhe (im Volksmund „Patschen“ genannt), ausgefallene Handtaschen oder zauberhafte Hüte: Einzelstück für Einzelstück erschafft die Bäuerin Schönes mit Herz und Hand.

Der Verarbeitung auf der Spur

Auf den Filz ist die Altreier Bäuerin bei der Suche nach einem geeigneten Nebenerwerb am Hof gekommen. Die Wolle, die sie verarbeitet, stammt vorwiegend von den eigenen Bergschafen und ist von höchster Qualität. Sie wird schonend gewaschen, getrocknet und anschließend gekämmt. „Durch dieses Kardieren entstehen zarte Wollfaserschichten, das Rohvlies“, erklärt sie. Nun kann es richtig losgehen. Sie benötigt nichts als warmes Wasser, Naturseifenlauge und viel Geduld. Sachte befeuchtet Bäuerin Rita das Wollvlies und verreibt die Wollfasern zunehmend energischer miteinander, sodass sich diese verhaken und verdichten. Ein strapazierfähiger Filz entsteht. „Ebenso wie Fingerfertigkeit und große Präzision verlangt die älteste Textiltechnik der Welt auch Ausdauer und kräftige Oberarme“, schmunzelt die Bäuerin.

Während ihre flinken Hände werken, malt sich die begeisterte Filzerin neue Ideen für fantasievolle Kreationen aus: Sie wählt Farben und Designs, feilt an raffinierten Details und kombiniert Bergschafwolle bisweilen auch mit anderen Naturfasern, um ganz besondere Effekte zu erzielen. Eine Besonderheit aller ihrer von Hand gefertigten Produkte ist, dass diese aus einem Stück gefilzt und damit völlig nahtlos sind. Viel Erfahrung und eine gute Kenntnis der Materialeigenschaften kommen ihr dabei zugute. „Es ist immer ein spannender Augenblick, wenn ein neuer ‚Patsch‘ oder eine neue Tasche fertig ist“, freut sich die Bäuerin. Mittlerweile hat sie mit ihrer Begeisterung für diese traditionelle Handwerkskunst die ganze Familie angesteckt. Auch Ehemann und Tochter gehen Rita im Filzstübele regelmäßig zur Hand.

Anreise

Von Neumarkt bzw. Auer der Beschilderung „Fleimstal“ folgen und über Montan und Kaltenbrunn bis nach San Lugano fahren. Kurz nach San Lugano rechts abbiegen und der Straße 6 km nach Altrei folgen. An der Dorfeinfahrt links Richtung Guggal fahren und dort der Beschilderung zum Kürbishof folgen. Am Kürbishof vorbei geht es hinauf zum Amort-Hof.