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Urlaub auf dem Bauernhof in Salurn: Perché no?

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Urlaub auf dem Bauernhof in Salurn
Den Urlaub auf dem Bauernhof in Salurn verbringt man dort, wo einer der berühmtesten Hofnarren Deutschlands – der Zwerg Perkeo –geboren wurde.

Seinen Namen verdankt Perkeo seiner extremen Trinkfestigkeit, denn auf die Frage, ob er noch etwas zu trinken wolle, habe er immer mit „Perché no?“, also „Warum nicht?“ geantwortet. Eine fleißige Leber war für seine Aufgabe auch notwendig. Der eigentlich auf den Namen Clemens Pankert getaufte Perkeo wurde im Alter von 16 Jahren von Kurfürst Karl III. Philipp von der Pfalz auf sein Schloss in Heidelberg eingeladen, wo er nicht nur Hofzwerg, sondern auch Hüter des großen Schloss-Weinfasses war. Wer hätte diese Tätigkeit besser ausfüllen können als ein Salurner? Die südlichste Gemeinde Südtirols, etwa noch 30 Kilometer südlicher als Bozen gelegen, ist das größte Weißweinanbaugebiet des Landes und liegt an der Südtiroler Weinstraße. Aber Salurn hat noch sehr viel mehr zu bieten als gute Weißweine.

Urlaub auf dem Bauernhof in Salurn: Adel verpflichtet
Salurn, das erstmals 575 nach Christus auf der Bühne der Geschichte erscheint, liegt an einer strategisch sehr günstigen Stelle. Nicht weit vom Dorf entfernt verengt sich das Etschtal zur „Salurner Klause“. Diese Engstelle bildet heute die Grenze Südtirols zur benachbarten Provinz Trentino und ist zudem die deutsch-italienische Sprachgrenze. Diese Lage war es auch, die dem Dorf bereits früh zu Reichtum verhalf: Eine der wichtigsten Handelsstraßen zwischen dem Norden und Süden Europas führte hier durch und auch als Poststation kam Salurn eine wichtige Bedeutung zu. Neben Handel und Postwesen war Salurn in vergangenen Jahrhunderten auch für seine Seidenraupenzuchten bekannt. Die wirtschaftliche Blüte des Dorfes mag ein Grund dafür gewesen sein, dass sich hier unzählige Adelsfamilien niederließen. Kein anderes Dorf in Südtirol weist eine solche Dichte adeliger Familien auf. Die hohen Herren waren es auch, die Salurns Architektur nachhaltig beeinflussten: Das Dorfbild ist von Adelssitzen aus Mittelalter, Renaissance und Barock geprägt. Adel verpflichtet, und das gilt auch für den Tourismus: Salurn verspricht fürstliche Ferien.

Natur-Kunst
Neben dem geschichtsträchtigen Hauptort umfasst das Salurner Gemeindegebiet noch zwei weitere Ortsteile: Buchholz und Gfrill. Hier nehmen zahlreiche Wanderungen ihren Ausgang, was kein Wunder ist, wenn man bedenkt, dass beide Ortsteile in unmittelbarer Nähe des Naturparks Trudner Horn liegen. Diesen durchziehen über 400 Kilometer markierter Wanderwege. Nur eine von zahlreichen Wandermöglichkeiten ist dabei die Besteigung des Trudner Horns von Gfrill aus. Wen es hingegen von der Salurner Ferienwohnung nach Buchholz verschlagen hat, der kann zum Skulpturengarten der Bozner Künstlerin Sieglinde Tatz-Borgogno spazieren. Mit 200 Skulpturen thematisiert die Künstlerin hier die „Freiheit und Harmonie zwischen Kunst und Natur“. Über Buchholz führt zudem der Dürerweg, der von Laag, einem Ortsteil von Neumarkt, bis nach Salurn verläuft. Seinen Namen erhielt der Weg, weil der berühmte deutsche Maler Albrecht Dürer 1494, auf seinem Weg nach Venedig, diesen Umweg über Buchholz wählen musste, weil die Etsch wieder einmal über die Ufer getreten war und die Straße überschwemmt hatte. Wer hingegen statt eines ganze Tages nur ein paar Stunden Zeit hat, wandert zur größten Sehenswürdigkeit Salurns hinauf: zur Haderburg.

Ein sagenhaftes Gemäuer
Die Haderburg thront hoch über Salurn und ist zwar nur mehr als Ruine, aber dennoch bemerkenswert gut erhalten. Die Burg, die bereits im 11. Jahrhundert als Castellum Salurna erwähnt wird, war ein wichtiger Kontrollpunkt, um den Verkehr durch die Salurner Klause überblicken und beherrschen zu können. Im 16. Jahrhundert verlor sie schließlich ihre strategische Bedeutung und wurde dem Verfall preisgegeben. Ihre weißen, weithin sichtbaren Mauern beeindruckten aber auch in der Folgezeit zahlreiche Reisenden, was die Ruine unter anderem zum Schauplatz der Sage „Der alte Weinkeller bei Salurn“ der Gebrüder Grimm werden ließ. 2003 wurde die Haderburg restauriert und in einer Burgschenke gibt es seitdem nicht nur mittelalterliche Speisen, sondern es finden hier auch ganzjährig verschiedenste Veranstaltungen statt.

Perkeos Rückkehr
Ein weiteres kulturelles Highlight in Salurn ist der alle zwei Jahre im Februar stattfindende Faschingsumzug „Perkeos Maschggra“. Für diesen Umzug, der ja schließlich ihm gewidmet ist, kehrt Perkeo aus Heidelberg zurück und übernimmt für kurze Zeit die Herrschaft über Salurn. Das Zepter schwingt er, indem er in Begleitung zahlreicher Wagen mit seinem Gefolge johlend und feiernd durch die Gassen des Dorfes zieht.

Warum in Salurn Urlaub machen?
  • Kultur im Wanderparadies
  • Highlight Haderburg
  • Feiern mit dem Hofzwerg Perkeo