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Urlaub auf dem Bauernhof in Kurtinig: Klein-Venedig

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Urlaub auf dem Bauernhof in Kurtinig
Kaiserin Maria Theresia hätte sich bei einem Urlaub auf dem Bauernhof in Kurtinig wahrscheinlich nasse Füße geholt.

Venedig und das Meer sind fast 130 Kilometer Luftlinie entfernt und doch trägt Kurtinig den Beinamen „Klein-Venedig“. Diesen Vergleich mit der Lagunenstadt hat die Gemeinde der nahe gelegenen Etsch zu verdanken, die vor ihrer Regulierung unter Kaiserin Maria Theresia regelmäßig über die Ufer trat und das Dorf unter Wasser setzte. Immer noch wörtlich zu nehmen ist der erste Teil des Beinamens: Kurtinig, das ungefähr 30 Kilometer südlich von Bozen liegt, ist tatsächlich vor allem auch eines – klein. Mit ihren zwei Quadratkilometern hätte die zweitkleinste Gemeinde des Landes 150 Mal im Sarntal, der flächenmäßig größten Gemeinde Südtirols, Platz.

Urlaub auf dem Bauernhof in Kurtinig: Ruhe unter Naturschutz
Überschaubar und beschaulich, so lässt sich Kurtinig wohl am besten beschreiben. Im Dorfkern wacht der Turm der kleinen gotische Pfarrkirche St. Martin über traditionelle Wohnhäuser und einen Gasthof, der ihr schon seit Langem Gesellschaft leistet. In der Mitte des gepflasterten Platzes plätschert der Dorfbrunnen, und bis vor einigen Jahren rief eine der ältesten Glocken Südtirols um zwölf zum Mittagessen. Auf den Flächen rund um das Dorf, die durch die Etschregulierung und Entsumpfung im 18. Jahrhundert für die Landwirtschaft nutzbar gemacht wurden, bauen die knapp 650 Einwohner vor allem Obst und Wein an. Um der Natur auch etwas von dem zurückzugeben, was ihr die Trockenlegung genommen hatte, wurden im Verlauf der Jahre zehn Biotope eingerichtet, die nun Lebensraum zahlreicher Pflanzen und Tiere sind. Erwähnenswert ist dabei vor allem das Biotop „Alte Etsch“ in der Nähe der Ortschaft Margreid, ein kleiner Weiher, dessen Name an den Flussverlauf vor der Regulierung erinnert.

Gans groß
Ausruhen in einer Ferienwohnung in Kurtinig muss aber nicht eintönig sein, denn in Kurtinig geht es nicht immer nur beschaulich zu. Wer möchte, kann im April, Mai und Juni an den geführten Spaziergängen durch die Obst- und Weingärten zu den Biotopen teilnehmen und viel Wissenswertes über die örtliche Flora und Fauna erfahren. Von März bis November werden Apfel- und Weinwanderungen angeboten, ebenfalls in Begleitung eines Experten. Ende Mai findet im Zuge der Südtiroler Weinstraßenwochen die Veranstaltung „Wein und Handwerk“ statt. Dabei stellt Kurtinig neben seinen Weinen und den landwirtschaftlichen Erzeugnissen seiner Bauern auch andere örtliche Wirtschaftsleistungen vor. Jährlicher Höhepunkt ist der Martini-Markt im November. Das Angebot ist vielfältig: Es gibt jede Menge Unterhaltung und Kulinarisches, und wer besonders gut im Schätzen ist, der nimmt am Ende des Tages vielleicht eine ganze Gans als Siegerpreis mit nach Hause. Den ganzen Kirchtag über können die Besucher nämlich Wetten über die Renn-Zeit der schnellsten Gans beim bevorstehenden Gänselauf abschließen. Wer der Zeit der schnellsten Renn-Gans mit seiner Schätzung am nächsten kommt, darf sich dann über den geflügelten Familienzuwachs freuen.

Eine gute Nachbarschaft
Zusammen mit dem Urlaub auf dem Bauernhof in Kurtinig lassen sich auch einige Abstecher in die Umgebung einplanen. Im etwas größeren Nachbarort Margreid kann man an Wildkräuterführungen mit Weinverkostung teilnehmen und die älteste Rebe Europas besichtigen. Auch Kaltern, Eppan oder Bozen sind einen Besuch wert. Badevergnügen gibt es am Kalterer See, für geologisch Interessierte ist es nicht weit bis zur Bletterbachschlucht, und wer gerne wandert, kann zwischen Castelfeder auf der linken und dem Wanderparadies Fennberg auf der rechten Talseite wählen.

Warum in Kurtinig Urlaub machen?
  • Biotop der Ruhe
  • Martinimarkt mit Gänselauf
  • Zahlreiche Highlights in unmittelbarer Nähe