Gsiesertal
Die Wege über die Jöcher: Der Bewirtschaftungs-Steig
Anfahrt über Lienz (A): Sie erreichen uns auch über Lienz in Osttirol (A). Sie passieren die österreichisch-italienische Grenze zwischen Ahrnbach und Winnebach (B100-E66) und fahren auf der Staatsstraße (SS49-E66) weiter bis nach Welsberg. Um nach Taisten und in das Gsiesertal zu gelangen, empfehlen wir in Welsberg die Ausfahrt West.
Der Bewirtschaftungs-Steig: Das bäuerliche Brauchtum, Almen, Heuziehen, Vieh, Sennerinnen und Hirten sind hier bildlich dargestellt.
Beschreibung: Vom Gsiesertal – St. Magdalena, Talschluss (1465 m) quert man rechts den Talbach und folgt dann der Markierung Nr. 12 durch das Pfoital hinauf zur Waldgrenze. Weiter geht es geradeaus talaufwärts zur Pfoialm (2134 m) und durch das Almtal bis zu einer Kreuzung. Bei dieser hält man sich rechts, um so, stets der Markierung Nr. 13 folgend, die Hintere Gsieser Lenke (2539 m) zu erreichen. Jenseits dieser Scharte führt ein Steig in wenigen Minuten zum Schwarzsee (2455 m). Weiter geht man steil bergab, der Markierung Nr. 15 folgend, bis Gartn (2240 m). Hier kann man nun entweder links gehen und der Markierung Nr. 15a folgen, die über einen sanften Steig bis zum Almweg und über diesen hinunter zur Unterstaller Alm führt. Alternativ kann man ab Gartn dem steileren Steig mit der Markierung Nr. 15 wählen, der zu einer Aussichtskanzel mit einem schönen Wasserfall und dann weiter zur Unterstaller Alm (1673 m) im Villgratental (A) führt. Der Weg ist auch in entgegengesetzter Richtung machbar!
Gehzeit: 06:00 h
Schwierigkeit: medium
Bus-und Zugfahrplan: www.suedtirolmobil.info Linie 441
Zur Geschichte: Die Defregger Alpen bilden zwischen dem Gsiesertal (I) und dem Villgratental (A) eine mächtige natürliche Grenze, welche von den Bewohnern der beiden Täler schon seit je her überschritten wurde, um Handel zu treiben. In den Jahren von 1810–1814 sowie auch nach dem zweiten Weltkrieg wurden verschiedene Waren über die Grenze der beiden Täler geschmuggelt. Die „Wege über die Jöcher“ (Joch=Übergang), welche damals entstanden sind, wurden später mit Infotafeln versehen, sodass insgesamt drei grenzüberschreitende Lehrpfade entstanden, welche verschiedenen Themen gewidmet wurden. Sie geben Einblick in die Geschichte und das harte Bauernleben der Talbewohner.