Südtirol hat sich auf der internationalen Karte der
Weinbaugebiete einen Namen gemacht. Und das obwohl das Land nur über rund 5.000 Hektar Rebfläche verfügt. Die Weinberge erstrecken sich vom Vinschgau über das Etschtal durchs Überetsch hinunter bis ins Südtiroler Unterland und über das Eisacktal hinauf bis in den Brixner Talkessel. So ist das Landschaftsbild in diesen Gegenden auch maßgeblich von „Pergeln“ und Spalieren geprägt, auf denen die Bauern die Reben ziehen.
Vielfältig wie die Landschaft ist in Südtirol auch das Rebsortiment. Gleich drei wichtige Rebsorten haben ihren Ursprung in Südtirol: der Lagrein, der besonders um Bozen sowie in ausgewählten Lagen im Unterland angebaut wird und sich immer größerer Beliebtheit erfreut,
der Vernatsch, der am meisten verbreitete Südtiroler Rotwein mit bedeutenden Anbaugebieten um Bozen, Meran und den Kalterer See, sowie der Gewürztraminer, der untrennbar mit dem Weindorf Tramin verbunden und inzwischen in aller Welt zu Hause ist.
Seit über hundert Jahren werden in Südtirol aber auch alle anderen wichtigen klassischen Rebsorten angebaut:
Blauburgunder,
Merlot und
Cabernet fühlen sich hier genauso heimisch wie die weißen Sorten
Weißburgunder,
Chardonnay,
Ruländer,
Silvaner,
Müller-Thurgau,
Riesling oder
Sauvignon. Der beliebte
Rosenmuskateller, eine weitere Südtiroler Spezialität, und der
Goldmuskateller runden als Süßweine das Bild ab. Der größere Teil der Südtiroler Weinproduktion, nämlich rund 65 Prozent, entfällt auf
Rotweine. Mit gut einem Drittel der Gesamtproduktion nehmen sich die Weißweine mengenmäßig geringer aus.
Gelegenheit, Weine seltener
Rebsorten zu kosten, bieten besonders die Buschenschänke: Dort werden häufig kleine Mengen an Portugieser, Zweigelt oder Furner als
Eigenbauweine angeboten.
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